Veräußerung einer Mitarbeiterbeteiligung als Arbeitslohn?

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat sich mit der Frage befasst, ob der Gewinn aus der marktüblichen Veräußerung einer Mitarbeiterbeteiligung Arbeitslohn sein kann.

Die unentgeltliche oder verbilligte Einräumung einer Mitarbeiterbeteiligung (z.B. Aktien) stellt regelmäßig einen als Arbeitslohn zu versteuernden geldwerten Vorteil dar, wobei ggf. der Steuerfreibetrag vom 2.000 Euro zur Anwendung kommt.

Doch wie sieht es mit der eventuellen Steuerpflicht aus, wenn der Arbeitnehmer später die vergünstigt erhaltene Mitarbeiterbeteiligung wieder veräußert.

Mit dieser Frage hat sich der BFH beschäftigt. Der Gewinn (Differenz zwischen [Rück-]Kaufpreis und Anschaffungskosten) aus der marktüblichen Veräußerung einer Mitarbeiterbeteiligung ist nach Auffassung des BFH kein lohnsteuerbarer Vorteil.

Dies gilt nach dem BFH-Urteil vom 14. Dezember 2023 (VI R 1/21) auch, wenn der Arbeitnehmer die Beteiligung an seinem Arbeitgeber zuvor verbilligt erworben hat.

Ein lohnsteuerbarer Vorteil könne nur insoweit vorliegen, als der Arbeitnehmer aus der Veräußerung der Mitarbeiterbeteiligung einen durch das Arbeitsverhältnis veranlassten marktunüblichen Überpreis erzielt.

Die beschriebenen Vorteile stellen also grundsätzlich keinen Arbeitslohn dar. Aus Arbeitgebersicht ist also insoweit nichts weiter zu veranlassen. Die beschriebenen Veräußerungserlöse stellen vielmehr beim Arbeitnehmer Einkünfte aus Kapitalvermögen dar, die der 25 Prozent-Abgeltungsteuer unterliegen.

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