Seit 2021 höhere Pauschalen für ehrenamtliche Tätigkeiten

Die steuerfreie Übungsleiterpauschale und die steuerfreie Aufwandsentschädigung für ehrenamtlich Tätige wurden zum 1. Januar angehoben. Davon profitieren Trainer in Sportvereinen, nebenberufliche Ausbilder, aber auch viele andere ehrenamtlich Tätige.

Um das ehrenamtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern zu stärken, hat der Bundestag am 16. Dezember 2020 mit dem Jahressteuergesetz 2020 eine Reihe steuerlicher Verbesserungen auf den Weg gebracht. Zum 1. Januar steigt der Übungsleiterfreibetrag von 2.400 Euro auf 3.000 Euro im Jahr. Bis zu dieser Höhe bleibt die pauschale Erstattung für finanzielle Aufwendungen ehrenamtlich Engagierter steuerfrei. Davon profitieren zum Beispiel Trainerinnen und Trainer, die diese Tätigkeit nebenberuflich in einem Sportverein ausüben. Auch die Entschädigungen für Ausbilderinnen und Ausbilder, z. B. bei der Freiwilligen Feuerwehr oder der DLRG, werden hierdurch begünstigt.

Gleichzeitig wird die Ehrenamtspauschale von 720 auf 840 Euro jährlich angehoben. Dies begünstigt diejenigen, die nicht unter den Übungsleiterfreibetrag fallen, sich aber gleichwohl ehrenamtlich engagieren. Dies trifft beispielsweise auf Schriftführerinnen und Schriftführer von gemeinnützigen Vereinen zu. Die Maßnahmen sind auch geeignet, den Bürokratieaufwand im Gemeinwesen spürbar zu reduzieren; aus diesem Grund wird ebenfalls die Anzahl der gemeinnützigen Zwecke erhöht. Den Vereinen soll es hierdurch zugleich leichter fallen, ehrenamtlich Tätige für sich zu gewinnen. Zuletzt wurden die Pauschalen 2013 angepasst.

Die Anhebung hat auch Auswirkungen auf geringfügige 450-Euro-Jobs. Steuerfreie Aufwandsentschädigungen zählen nicht zum Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung und bleiben daher bei der Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts unberücksichtigt; unberücksichtigt bleiben ab 2021 monatlich 3.000/12 = 250 Euro. Wer z.B. im Sportverein als Übungsleiter tätig ist, kann ein monatliches Entgelt von 700 Euro erhalten (2020: 650 Euro), weil das regelmäßige Arbeitsentgelt monatlich (700 Euro - 250 Euro =) 450 Euro beträgt. Die Beschäftigung ist geringfügig entlohnt, weil das maßgebliche Arbeitsentgelt 450 Euro nicht übersteigt.

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