Krankschreibung ohne Arztbesuch

Gesetzlich versicherte Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege können nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für bis zu sieben Tagen erhalten. Dies gilt nicht bei begründetem Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion.

Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege müssen nicht allein deshalb ihren Arzt aufsuchen, um eine Arbeitsunfähigkeit attestiert zu bekommen. Dies haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband mit sofortiger Wirkung beschlossen. Voraussetzung dafür ist, dass die Versicherten weder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neue Coronavirus nachgewiesen wurde, noch sich in einem Gebiet aufgehalten haben, in dem gehäuft COVID-19-Fälle auftreten. Diese Regelung gilt auch für Kinder.

In diesen Fällen dürfen Ärzte nach telefonischer Anamnese eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für bis zu sieben Tage ausstellen und dem Patienten per Post zusenden. Die Ausnahmeregelung zur Krankschreibung ist zunächst auf vier Wochen befristet und kann verlängert werden, falls die Ausnahmesituation fortbesteht. Mit der Regelung sollen Vertragsarztpraxen und Bürgerinnen und Bürger kurzfristig von Arztbesuchen entlastet werden, die lediglich der Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dienen. Wie der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister erklärte, soll gleichzeitig das Risiko für eine vermeidbare Ausbreitung von Infektionskrankheiten der oberen Atemwege über die Wartezimmer der Arztpraxen reduziert werden.

Die Vereinbarung gilt ausdrücklich nicht für Patientinnen und Patienten, welche die Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für einen Verdacht auf eine Infektion mit COVID-19 erfüllen oder die eine entsprechende schwere Symptomatik vorweisen. Diese Personen sollten weiterhin durch die vorgesehenen Stellen getestet werden, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Nach übereinstimmender Auffassung der Partner des Bundesmantelvertrages-Ärzte und mit zustimmender Kenntnisnahme des Bundesministeriums für Gesundheit ist es erforderlich, die geltenden Regelungen zur Ausstellung der Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung (§ 31 BMV-Ä) entsprechnd anzupassen.

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